(Quelle: Genealoge Ruedi Immoos, Schweiz)

Der Beiname Bütler ist im 15. Jh. in mehreren Belegen nachgewiesen. Zum Teil handelt es sich um in Zug verheiratete Frauen. Der Name Bütler ist auch in Ennetsee (Ortschaft in der Nachbarschaft der Stadt Zug) im Freiamt (Kt. Aargau) fassbar. Im Namenregister der Stadt Zug von 1697 ist der Name Bütler einmal erwähnt.

Im Schweizerischen historischen Lexikon ist unter Bütler folgendes vermerkt:

Bütler, Familie (18. Jh.-1940)
a.. Zug: Stadt- und Kantonsbibliothek Zug (Adresse und Liste der Nachlässe)
Unterlagen zur Person, Briefe, Diverses, Akten, Arbeiten, Nachrufe, Zeitungsausschnitte. - 0.1 m. - Signatur: T Msc NL 18 (nicht bearbeitet).
Bütler, Josef 1903-1976
Rektor der Mittelschule Beromünster, Chorherr in Luzern

a.. Luzern: Staatsarchiv des Kantons Luzern (Adresse und Liste der Nachlässe)
Unterlagen zur Person, Briefe, Materialien zum Werk. - 3 m. - Signatur: PA 223. - Benutzungsbeschränkungen.
Bütler, Max 1890-1958
Ingenieur

a.. Zug: Stadt- und Kantonsbibliothek Zug (Adresse und Liste der Nachlässe)
Materialien zum Werk, Arbeiten, Abschriften, Vorträge, Werke, Zeitungsausschnitte. - 0.1 m. - Unpublizierte Findmittel. - Signatur: T Msc NL 17.

Repertorium der Handschriftlichen Nachlässe (Staatsarchiv Kt. Luzern)

Nachlass Josef Bütler, Rektor, Beromünster
3 Lfm., PA 223 *, REP 71/21 (Privatarchive).
Broschüren und Flugschriften 1824-1908. Totenbilder 1889-1970. Verschiedene Akten, Korrespondenzen und Originaldokumente 16.-20. Jh.
Persönliche Akten: Schulhefte und Zeugnisse 1910-1937. Tagebuch 1918-1949. Korrespondenzen 1948-1972. Briefwechsel mit Mutter und Schwester 1920-1944. Ausbildung und Tätigkeit im Jesuitenorden 1924-1944. Redaktion des "Katholischen Männerblatts" 1937-1952. Eigene Publikationen 1932-1975.
Tschudi-Forschung: Korrespondenzen mit dem Schweizerischen Nationalfonds 1958-1970. Korrespondenzen mit Leo Neuhaus 1958-1970. Forschungsberichte von Leo Neuhaus 1959-1967. Verschiedene Korrespondenzen 1956-1968.
Niklaus-Wolf-Forschung: Kopien- und Abschriftensammlung 1778-1895. Dokumente für den Seligsprechungsprozess.
Verschiedene Akten: Klerus und Kirche 1928-1974. Rektor der Mittelschule Beromünster 1947-1974. Vereine und Kommissionen 1938-1974. Materialien zur Stiftsgeschichte von Beromünster (Quellenauszüge) 16.-19. Jh.

Burg und Geschlecht der Hünenberg ZG, verkaufen Liegenschaft an eine Familie Beutler.

Geschichte

Die erste Burg dürfte wohl um 1100 entstanden sein als Erd- Holzanlage mit einer Ringmauer aus Stein. Im 12.Jh. wurde diese Burg durch ein Feuer zerstört und danach wieder aufgebaut. Die Ruine war die Stammburg der Ritter von Hünenberg welche 1173 Urkundlich das erste mal erwähnt wurden (es ist jedoch nicht sicher ob sich genannte Urkunde auf das Zuger Geschlecht oder die Angehörigen aus dem Hegau bezieht). Walter von Hünenberg, als Vertreter des Zuger Geschlechts, wird 1239 und 1240 genannt. Ihnen gehörten ausser der Festung Hünenberg auch noch die Burgen in Cham, St.Andreas in Baar und die Burg Zug.. Die Familie war mit allen führenden Geschlechtern der Region verschwägert und erwarben mehrere Bürgerrechte unter anderen das von Zürich, Zug, Luzern und Bern. Ihr Ansehen stieg vor allem während der Freiheitskämpen der Eidgenossen enorm an. Die einen Mitglieder der Familien kämpften auf Seiten von Habsburg-Österreich, während die anderen mit den Eidgenossen sympathisierten. Während der Schlacht von Sempach 1386 kämpften sie auf Seiten der Österreicher, die siegreichen Eidgenossen sollen deshalb die Burg Hünenberg zerstört haben. Nachdem die Eidgenossen die Macht der Habsburger zerschlagen hatten, verloren auch die Hünenberger immer mehr an Einfluss. Sie mussten ihren Besitzt nach und nach veräussern. Ritter Rudolf von Hünenberg verkaufte seinen Besitz in Cham,1409 an das Fraumünster in Zürich, und 1416 die Herrschaft Hünenberg an die Brüder Bütler. Die Burg wurde noch bis ins 15.Jh. bewohnt. Eine wohl eher unglaubwürdige Sage, über Heinrich von Hünenberg 1315, berichtet folgendes geschehen. Am Tage vor der Schlacht bei Morgarten, 1315, soll er einen Pfeil ins Lager der Schwyzer geschossen haben auf dem folgende Nachricht stand: "Hütet euch am Morgarten".

BEUTLER (Bütler): Familien der Kantone: Aargau, Luzern und Zug.

Aargau: Alteingesessene Familie des aargauischen Freiamts, besonders in Auw und Umgebung niedergelassen.

Luzern: Seit ca 1500

Zug: Bütler resp. Beutler in Zug und in Hünenberg wo es 1414 erwähnt wird. Als Hünenberg sich 1416 an Zug anschloss, wurden die Geschlechter die für den Anschluss stimmten, mit ihnen Bütler, einzugsberechtigt.

- Karl, seit 1886 Professor der Mathematik, seit 1905 Rektor an der Kantonschule Zug. Verfasser mathematischer Arbeiten. Hans; wanderte mit seinem Sohn 1668 aus der Schweiz in die Pfalz ein, kaufte am 20.7.1707 eine Mühle, nach ihm genannt Beutlermühle. Beutler in Otterberg, Sembach, Potzbach und auch in die USA ausgewandert wo sie sich BUTLER nennen.

Anton Bütler (1819 - 1874)

"Reding von Biberegg erteilt den Rat vor der Schlacht am Morgen", Öl auf Leinwand. 115 x 88, vermutlich 1872. Tellmuseum Bürglen.
Anton Bütler wurde 1819 in Auw/AG geboren. Die Familie zog bereits 1821 nach Küssnacht. Den ersten Unterricht bis zu seinem 16. Lebensjahr erhielt er bei seinem Vater. Dann zog er an die Akademie nach München. Hier half der begabte Schüler dem bekannten Cornelius bei der Ausmalung der Ludwigskirche. 1840 richtete Bütler in Luzern sein Atelier ein. Daselbst erhielt er den Auftrag für die Ausmalung des Kantonsratssaales. Nach einem weiteren kurzen Münchner Aufenthalt zog er mit Cornelius 1855 nach Rom. Abgesehen von einem späteren Aufenthalt in Düsseldorf lebte Bütler dann wieder in Luzern, wo er 1874 starb.

Das Bild "Reding von Biberegg erteilt den Rat vor der Schlacht am Morgen" zeigt die leicht provinzielle Weise Anton Bütlers. Von der Art seines Lehrers Cornelius und der Nazarener ist in diesem Werk kaum etwas zu spüren. Das Detail des Bildes ist für die Zeit eher unsorgfältig behandelt. Unbestimmt ist auch, woher Bütler zum sonst nie dargestellten Thema beeinflusst wurde. Ebenso unbekannt ist, um welchen Reding es sich beim alten Mann auf der linken Bildseite handelt. Standort ist eine offene Vorhalle eines vermutlich frei erfundenen Hauses in der Umgebung von Brunnen. Unter dem Vordach werden sehr schematisch die beiden Mythen sichtbar.
Anton Bütlers Wandbilder in der Kapelle in der Hohlen Gasse wurden 1905 durch Werke des Malers Hans Bachmann (1852-1917) ersetzt.